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Ausbildung & Pferdephysiotherapie

Die tägliche Arbeit mit dem Pferd

Um Motivation und Spass  an der Arbeit für Pferd und Reiter zu erhalten, sollte die tägliche Arbeit abwechslungsreich sein.

Die Grundausbildung eines Reitpferdes richtet sich dabei nach der klassischen Ausbildungsskala:

  • Takt 
  • Losgelassenheit
  • Anlehnung
  • Schwung
  • Geraderichten
  • Versammlung


Ziel ist die geduldige Ausbildung und systematische Gymnastizierung des Reitpferdes, damit es die volle Leistungsfähigkeit, geschmeidige und ausdrucksstarke Bewegungen entwickeln kann.

Am Ende sollte es zu einem durchlässigen - d.h. die aus der Hinterhand entwickelte Aktivität wird bis in die Vorhand durchgelassen -  und vielseitigen Reitpferd ausgebildet sein. Soweit der physische Aspekt.

Psychisch sollte sich das Pferd zu einem selbstbewussten, reifen Pferd, welches auch Verantwortung - bspw. im Gelände - übernehmen kann, entwickeln.

 

"Ziel der 6 Punkte der Ausbildungsskala:

Harmonie - Leistungsfähigkeit - Gesundheit"

Wilfried Gehrmann in "Doppellonge eine klassische Ausbildungsmethode"

 

Gymnastizierung und Bodenarbeit

Die körperlichen Fähigkeiten des Pferdes, das Reitergewicht zu tragen, sich unter ihm auszubalancieren und das Gleichgewicht zu erhalten, hängt massgeblich vom Muskelaufbau und seiner Beweglichkeit ab.

 

Die Gymnastizierung des Pferdes sollte vorbereitend und begeleitend zum eigentlichen Reiten geschehen!

 

Ausserdem fördert Bodenarbeit Respekt und Vertrauen des Pferdes zu seinem Reiter.

Zur Bodenarbeit gehört nicht nur das einfache Longieren, sondern auch die klassische Handarbeit.

Longieren kann mehr bedeuten, als das Pferd nur im Kreis herumzuführen. Longieren in einem kleinen Parcours, wobei auch mal das gesamte Viereck ausgenutzt wird, bietet Abwechslung und Spass. So führt bspw. der Parcours um Pilonen herum, über Stangen und vielleicht auch mal über einen Teppich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Artgerechte Haltung & Pflege

Pferde brauchen ausreichend Bewegung, um wirklich gesund zu bleiben. Experten glauben sogar, dass Sehnen und Muskeln des Pferdes nur gestärkt werden können, wenn diese mindestens vier Stunden am Tag beim Weidegang belastet werden.

Eine Stunde Schritt am Tag ist das absolute Minimum - im übrigen auch, wenn das Pferd Boxenruhe hat, ist ein kleiner oder grösserer Spaziergang zum Grasen insgesamt sehr förderlich - sofern die Erkrankung es erlaubt.

Regelmäßige Ausritte sind gesund für Pferd und Reiter. Sie stärken Muskeln, Trittfestigkeit und Selbstbewusstsein des Pferdes. Beim Ausreiten sollte es ruhig bergauf und bergab und durch unwegsameres Gelände gehen.

Ebene Wiesen können den Dressurreitplatz ersetzen. Kleine Übungen, wie beispielsweise um Bäume herumreiten, Schenkelweichen auf geraden Feldwegen und Übergänge reiten bieten viel Abwechslung.