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Ausbildung & Pferdephysiotherapie

Tipps

Video:

Ich empfehle dieses Video von Kenzie Dysli anzuschauen, da sie hier sehr ausführlich beschreibt, wie Pferde so "ticken" und warum sie ihre Ausbildung danach gestaltet:

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=VYh6TUluWK8

Buchtipp:

Und noch ein Buch aus dem Fn-Verlag, das wegen seiner Bedeutung wieder herausgekramt und aufgelegt wurde.

Der Reiter formt das Pferd: Tätigkeit und Entwicklung der Muskeln des Reitpferdes

von Udo Bürger.

Dieses Buch ist das erste Mal im Jahr 1939 erschienen! Es beschäftigt sich mit der Ausbildung des Pferdes und zwar ganz genau damit, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit das Pferd lange gesund erhalten bleibt - auch im Leistungsport!

Die Autoren beschreiben, welche physiologischen Erkenntnisse die Reitlehre prägten, und wie man Ausbildungsprobleme erkennt und auch vermeidet. Eine gute Ausbildung vermag auch nur durchschnittliche und wenig begabte Pferde zu Höchstleistungen zu trainieren, während manches begabte Pferd unter schlechten Ausbildern "versagt" - so sieht es auch der ehemalige Bundestrainer der Dressurreiter Klaus Balkenhol. Und bei ihm sieht man ja auch in seinen Lehrgängen udn Aufführungen, dass er zu den Trainern gehört die solide ausbilden und auch dazu anleiten. 

in der Beschreibung des Buches bei Amazon heisst es: Was Not tut ist das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Muskeltätigkeit und Skelett im Zusammenspiel bei den verschiedenen Ausbildungsphasen und Lektionen und zwar ganz egal für welche Sparte der Reiterei man sich entscheidet .

So ist es! Deshalb biete ich Bodenarbeit und Gymnstizierung an, denn leider wird diese auch in den hiesigen Tunierreitställen nicht unterrichtet und gehört auch nicht zum Ausbildungsprogramm der Reiter. Schade! Aber dafür gibt es dann ja mich 

 

Buchtipp:

Michael Putz: Reiten mit Verstand und Gefühl

Der Titel lässt gar nicht so Recht auf den Inhalt schliessen, denn das Buch ist ein herausragendes Reitlehr-Buch über die reiterlichen Hilfen. Es vermittelt, was in manchen Reitstunden heute überhaupt nicht mehr vermittelt wird, nämlich warum ich wann und wie genau welche reiterlichen Hilfen gebe. So wird zum Beispiel erklärt, was der verwahrende, äussere Schenkel mit dem Gewicht des Reiters "macht"?  Schön finde ich auch, dass in diesem Buch die Zügelhilfen noch mal sehr einprägsam erklärt werden. Und obwohl sich das Buch inhaltlich mit den FN Richtlinien 1 und 2 beschäftigt, wird hier ganz deutlich, dass Zügelhilfen etwas ganz anderes sind, als das, was wir heute auf den Tunieren zu sehen bekommen. Es sollte keine nach rückwärts-gerichtete Hilfe und Gezerre am Maul des Pferdes sein. Na, die FN-Richter sollten dieses Buch vielelicht auch mal lesen?

Michael Putz, Reiten mit Gefühl und Verstand

Verlag: Fn-Verlag, 5. Auflage 2012

ISBN-10 3885423588

ISBN-13 978-3885423584

  

Buchtipp:

"Dressurlektionen sollten immer als diagnostische und therapeutische Hilfsmittel angesehen werden, nicht aber als Selbstzweck. [ ... ] Andererseits erfüllen die Lektionen auch einen therapeutischen Zweck, da sie ganz gezielt diese schwachen Muskelgruppen kräftigen und die steifen Muskeln geschmeidig und elastisch machen können. Dressurreiten kann ganz legitim als eine Art "Physiotherapie" für das Pferd bezeichnet werden [ ... ] ."

Damit spricht mir Dr. Thomas Ritter aus meinem Herzen. Denn genauso möchte ich als Tierphysiotherapeutin mein physiotherapeutisches Wirken, die Behandlung und das Bodentraining, verstanden wissen. Als wesentliche Unterstützung und Basis bei der Ausbildung des Pferdes zum Freizeit- und Sportpferd, damit es lange gesund bleibt!

 

Das Buch ist nicht nur inhaltlich sehr schön geschrieben, sondern ausserdem wunderschön illustriert. Ein wahres Schmuckstück.

Dr. Thomas Ritter, Klassisches Reiten auf Grundlage der Biomechanik, Cadmos Verlag, Schwarzenbek, 2010. ISBN 978-3-8404-1004-8

 

Buchtipp:

"Wenn ein Reiter, aus welchen Gründen auch immer - sei es, daß es sich um ein extrem schwieriges Pferd handelt oder der Reiter in der Einwirkung noch begrenzt ist - 50 Minuten benötigt, sein Pferd durchs Genick und an den Zügel zu stellen, so wird dieses Pferd während der gesamten Zeit des Bemühens nicht über den Rücken geritten und geht größtenteils gegen die Hand.

Die Folge ist, daß das Pferd auf der Vorhand geht und falsche - das Problem zunehmend erschwerende - Muskulatur (z.B. Unterhals) entwickelt. Insgesamt wird das Pferd in dieser Zeit mehr strapaziert als richtig geritten."

Wie wahr! Doppellonge und auch Langzügel sind wundervolle Mittel, um ein Pferd schonend zu gymnastizieren. Insbesondere junge Reitpferde, und Pferde die umgeformt werden müssen, lernen dadurch Balance und Takt.

Wilfried Gehrmann: Doppellonge eine klassische Ausbildungsmethode, FNbuch, FNVerlag , ISBN 978-3-88542-327-0